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Aktuelles aus Marsberg

Arbeitslosen- und Flüchtlingszahlen in Marsberg

Marsberg (ma). In der jüngsten Ratssitzung hat der kommissarische Leiter des Sozialamtes Michael Becker über Arbeitslosenzahlen in Marsberg informiert.

Die Arbeitslosenquote hat sich seit Oktober 2016 positiv entwickelt. Sie liegt jetzt bei 4,0 Prozent und ist damit niedriger als im gesamten Hochsauerlandkreis, wo sie bei 4,2 Prozent liegt. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften hat sich hingegen seit Oktober 2016 um 46 erhöht. Eine Bedarfsgemeinschaft (BG) ist gegeben, wenn mehrere Personen in einem Haushalt mit erwerbsfähigen Hartz 4-Empfängern zusammenleben. Bedingung ist, dass man den Haushalt wirtschaftlich gemeinsam betreibt. Es wird von allen beteiligten Personen das Einkommen sowie das Vermögen berücksichtigt und entsprechend angerechnet. Die sinkende Zahl von Arbeitslosen und die steigende Zahl von Bedarfsgemeinschaften erklärt Michael Becker einerseits mit der guten Konjunktur. Andererseits haben 144 Flüchtlinge in 91 Bedarfsgemeinschaften seit Oktober 2016 eine Anerkennung als Flüchtling oder eine Zuerkennung subsidiären Schutzes erhalten und wurden damit statistisch in den Bereich des SGB II aufgenommen. Sie gelten zunächst nicht als arbeitslos, wenn sie Integrations- und Sprachkurse absolvieren. Auch wenn die konjunkturellen Aussichten in Deutschland weiterhin vielversprechend seien, ständen die Jobcenter vor der großen Aufgabe der Integration der vielen Flüchtlinge. Hierbei sei das Erlernen der Sprache und das Kennenlernen der Kultur von großer Bedeutung. Die Erfahrung in den vergangenen Monaten habe gezeigt, dass einige Flüchtlinge, die ohne Sprachkenntnisse eine Beschäftigung aufgenommen haben, innerhalb der Probezeit wieder entlassen wurden, weil sie den Anforderungen des Arbeitsplatzes nicht gerecht wurden. In Marsberg haben von Mai 2016 bis Oktober 2017 insgesamt 25 Flüchtlinge eine Stelle auf dem ersten Arbeitsmarkt, 16 eine Beschäftigung in Teilzeit oder eine geringfügige Beschäftigung sowie fünf eine betriebliche Ausbildung aufgenommen. Die Erfüllungsquote hinsichtlich der Aufnahme von Flüchtlingen liegt zurzeit bei 101,78 Prozent und die Erfüllungsquote für die Aufnahme von Flüchtlingen im Rahmen der Wohnsitzauflage nach § 12 a Aufenthaltsgesetz liegt aktuell bei 58,92 Prozent. In diesem Jahr wird nicht mehr mit einer Zuweisung gerechnet.