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Aktuelles aus Marsberg

Bewegungsbad im St.-Marien-Hospital muss geschlossen werden

Marsberg. Das nach dem Brand im Juni 2017 stark beschädigte Bewegungsbad im St.-Marien-Hospital wird endgültig geschlossen.

 „Für uns sind die Kosten, die über die Versicherungsleistung hinausgehen, nicht tragbar“, bedauert der Kaufmännische Direktor Siegfried Rörig die Entscheidung. Pfingsten vergangenen Jahres hatte ein Feuer im Blockheizkraftwerk die darüber liegenden Bereiche, unter anderem das Bewegungsbad, das Gesundheitszentrum, Patientenzimmer und die Versorgungstechnik stark beschädigt. Inzwischen sind die meisten Bereiche komplett saniert und wieder voll funktionsfähig. Besonders groß waren die Schäden jedoch an der Schwimmbadtechnik, die in unmittelbarer Nähe des Brandherdes lag. Das Bewegungsbad, das zuletzt vor allem durch etwa 180 Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Marsberg der Rheuma-Liga NRW in wöchentlichen Gesundheitskursen genutzt wurde, ist seitdem geschlossen. Die Verhandlungen des St.-Marien-Hospitals mit der Versicherung haben ergeben, dass diese nicht die tatsächlichen Instandsetzungskosten für das Bewegungsbad übernimmt, sondern lediglich den Zeitwert. Neue Anforderungen an Sicherheit und Technik lassen aber die Kosten für eine Renovierung in die Höhe schnellen. Eine grundlegende Sanierung des Bades wäre folglich mit nicht zu vertretenden finanziellen Investitionen verbunden. Daher sieht sich die Regionalleitung der BBT-Region Paderborn/Marsberg gezwungen, das Bewegungsbad zu schließen. Siegfried Rörig weiß um die Bedeutung des Bewegungsbads, speziell für die Mitglieder der Rheuma-Liga Marsberg: „Wir bedauern sehr, das Bewegungsbad schließen zu müssen und hoffen, dass sich für die betroffenen Gruppen Alternativen finden und zwischenzeitlich eingerichtete Überbrückungsangebote in umliegenden Bädern in dauerhafte Kurse umgewandelt werden können.“ Auch Heinrich Lake, stellvertretender Hausoberer, bedauert die notwendige Entscheidung und die daraus hervorgehenden Konsequenzen vor allem für die Rheuma-Liga Marsberg: „Wir wünschen uns weiterhin eine intensive Zusammenarbeit und freuen uns, dass sich die Rheuma-Liga, ebenso wie andere Selbsthilfegruppen, regelmäßig im St.-Marien-Hospital trifft und hier gemeinsam mit unseren Mitarbeitern Gesundheitsveranstaltungen organisiert.“