| 02.07.2010 | Einweihung der neuen Caritas-Werkstätten in Marsberg |
![]() Schlüsselübergabe ![]() Monatge von Schutzblechen und Luftpumpen ![]() Metallberarbeitung an der CNC Drehmaschine ![]() Snoezelraum ![]() Arbeitsbereich der Schwerstmehrfachbehinderten ![]() Kunststoffsiphonmontage |
Tag der offenen Tür zum 20-jährigen Bestehen mit Schlüsselübergabe
Marsberg. Bei den Caritas Werkstätten St. Martin gab es gleich zwei Dinge zu feiern. Die neuen Werkstätten Am Leimenbusch sind fertig. Die Arbeit dort konnte schon Ende vergangenen Jahres aufgenommen werden, nun wurden die Räume ganz offiziell eingeweiht. Weil die Werkstätten in diesem Jahr auch ihr 20-jähriges Bestehen feiern, gab es Gründe genug, die neuen Räumlichkeiten an einem Tag der offenen Tür der Öffentlichkeit zu präsentieren. Am Morgen fand die offizielle Schlüsselübergabe mit einem Wortgottesdienst im Beisein des Marsberger Bürgermeisters Hubertus Klenner und des früheren Bauamtleiters Reinhold Huxoll statt. Der Architekt Reinhold Niggemann von der ausführenden Architektengemeinschaft Pack und Niggemann übergab den symbolischen Schlüssel an Jürgen Frigger und Marlies Bielefeld. Der Vorsitzende des Caritasverbandes Brilon, Heinz Hillebrand, hob insbesondere den großen Einsatz der Projektgruppe, die die Planungen für die neue Werkstatt unter der Leitung des Geschäftsführers des Caritasverbandes Heinz-Georg Eirund betreut hat, hervor. Der Gruppe haben Marlies Bielefeld, Jürgen Frigger, Manfred Balkenhol, Franz Giller und Engelbert Kraft angehört. Die alten Räume in der Mönchstraße waren nur angemietet, so dass wenig eigene Gestaltungsmöglichkeiten bestanden. Das eigene Haus konnte nun komplett nach den eigenen Vorstellungen und Anforderungen konzipiert werden. Die Farben geben dem Haus einen einladenden Charakter, es ist barrierefrei, die Atmosphäre ist beruhigend und angenehm. Außerdem gibt es, anders als in der Mönchstraße, Arbeitsplätze für Schwerstmehrfachbehinderte, insgesamt sind es 16. Die Nutzfläche der neuen Werkstätten beträgt 2633 Quadratmeter, die Baukosten lagen bei rund 3,4 Millionen Euro. Besonders erfreulich dabei ist, dass die veranschlagten Baukosten aufgrund der zügigen Bauzeit und wohl auch wegen der Weltwirtschaftslage, um eine sechsstellige Summe unterschritten werden konnten. Von besonders großer Bedeutung ist der Neubau natürlich für die Menschen mit Behinderungen, die dort Arbeit finden. Sie können auf diese Weise ihre Arbeitskraft der Gesellschaft zur Verfügung stellen. In den neuen Räumen können die zurzeit 136 Beschäftigten nun in einer für sie optimalen Umgebung ihre Aufgaben erfüllen. Viele von ihnen müssen nicht mehr mit dem Bus fahren, sondern können auf Grund der Nähe zum Johannisstift zu Fuß kommen. Für die Menschen ist die Arbeit vor allem Förderung. Für die Persönlichkeit, aber auch für die Leistungs- und Erwerbsfähigkeit. Das Selbstwertgefühl wird gesteigert und es können soziale Kontakte geknüpft werden. Die Gruppenleiter, die aus Handwerk und Industrie kommen, werden mit der Zeit zu wichtigen Bezugspersonen. Durch ihre Werkstattarbeit können sich die Beschäftigen ihre eigenen Rentenansprüche erarbeiten, nach 240 Beitragsmonaten bekommen sie volle Erwerbsminderungsrente. Wenn jemand geeignet ist, ist die Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt das Ziel. Auch die Geschäftspartner der Werkstätten wissen deren Leistungen zu schätzen. Die Werkstatt bietet ein breites Angebotsspektrum, fair kalkulierte Preise, Termintreue, Zuverlässigkeit und Flexibilität sowie kurze Wege und Reaktionszeiten. |