




|
Marsberg. „In Marsberg wird von Ökumene nicht nur gesprochen, sie wird gelebt“, das stellte Bürgermeister Hubertus Klenner
anlässlich des Neujahrsempfangs der Kirchen in Marsberg am vergangenen Wochenende fest. Vertreter beider Kirchen, allen
voran Pfarrer Alfred Hammer und Propst Norbert Schröer, Vertreter der Politik, des Handels und der Wirtschaft waren gekommen,
um gemeinsam einen ökumenischen Gottesdienst in der evangelischen Emmauskirche zu feiern. Anschließend waren alle zum Neujahrsempfang in das Gemeindehaus eingeladen. Beide Teile der Veranstaltung standen unter dem Motto „Suchet der Stadt Bestes“. In seiner Predigt sprach Propst Schröer von den großen Herausforderungen, vor denen Marsberg stehe, insbesondere was den demographischen Wandel und die Gesundheitsversorgung angehe. Die Geburtenzahlen gingen seit Jahren zurück. Doch er sprach den Anwesendenen Mut zu: „Fürchtet euch nicht, wir werden Wege finden.“ Politik und Wirtschaft hätten die Probleme erkannt und es werde daran gearbeitet.
Propst Schröer betonte aber auch die Veränderungen in beiden Kirchen. So wird es bald in ganz Marsberg nur noch einen Pastoralverbund geben. Das hat einen einfachen Grund: der Priesternachwuchs fehlt. Auch in der evangelischen Kirche hat sich etwas verändert. Pastor Alfred Hammer ist nun Superintendent für den Kirchenkreis Arnsberg und kann für die Gemeinde hier in Marsberg weniger arbeiten. Ein Pfarrer oder eine Pfarrerin im Entsendungsdienst wird ihn bei der Gemeindearbeit entlasten. Den Vortrag beim anschließenden Empfang hielt der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Marsberg, Dirk Lüddecke. Zunächst bedankte er sich, dass die Kirchen ihm in einer Zeit, in der die Finanzbranche nicht den besten Ruf genieße, die Möglichkeit gegeben haben, die Sicht der Genossenschaftsbank zum Motto des Abends darzustellen. Er betonte, dass auch die Volksbank selbstverständlich daran interessiert sei, dass der Standort Marsberg langfristig attraktiv bleibe. Die Volksbank sei als mittelständisches Unternehmen ein Partner des Mittelstandes. Seit über 100 Jahren werde hier das Prinzip der Nachhaltigkeit verfolgt. Dabei seien weder Gier noch Geiz gute Eigenschaften. Man müsse nach Gewinn streben dürfen, dabei aber nicht immer nur den eigenen Vorteil sehen. Deshalb unterstütze die Volksbank zum Beispiel die neu gegründete Gesundheitsstiftung in Marsberg, außerdem sei man beim Citylauf mit vielen Mitarbeitern an der Organisation beteiligt. Auch auf diese Weise unterstütze die Genossenschaftsbank die „Suche nach der Stadt Bestem“. Nach dem offiziellen Teil nutzten die Anwesenden im Gemeindehaus der evangelischen Kirche bei einem kleinen Imbiss die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Text/Fotos: Mander
|