| 05.07.2010 | Radiologische Diagnostik auf dem Niveau großer städtischer Kliniken |
![]() Der ärztliche Direktor des St.-Marien-Hospitals Dr. Ulrich Pannewick, der leitende MTRA (medizinisch-technischer Radiologieassistent) Willi Agel, der Hausobere Heinrich Lake und der Chefarzt der Radiologie in Paderborn, Dr. Marc Keberle (von links) mit dem neuen Gerät |
Marsberg. Erst im Mai wurde das Gerät auf dem europäischen Radiologiekongress vorgestellt und nun steht es schon, als eines der ersten deutschlandweit, im St.-Marien-Hospital in Marsberg. Der neue Computertomograph „SOMATOM Emotion Excel Edition 16-Zeiler“ liefert Aufnahmen in extrem hoher Auflösung, bis zu 720 Aufnahmen pro Patient in kürzester Zeit. In einem Röhrenumlauf werden 16 unterschiedliche Aufnahmen des Körpers angefertigt. Mit der Neuanschaffung werden auch komplexere radiologische Untersuchungen, wie zum Beispiel Knochendichtemessungen oder Gefäßdiagnostik möglich. Ein ganz wichtiger Vorteil des hochmodernen Gerätes ist aber die Strahlenreduktion. Eine spezielle Software analysiert jeden individuellen Patienten und passt die abgegebene Röhrendosis selbsttätig an. Das vereinfacht den Scan-Vorgang erheblich und führt auch bei übergewichtigen Patienten sowie bei Untersuchungen von Kindern zu optimaler Bildqualität. Die Strahlendosis kann um zehn bis 68 Prozent reduziert werden. Bei der Einweihung des Gerätes erklärte der Chefarzt der Klinik für Diagnostische Radiologie im Brüderkrankenhaus St. Josef Paderborn, Dr. Marc Keberle, die Möglichkeiten des neuen Gerätes. Besonders eindrucksvoll ist der Vergleich zu Bildern älterer Geräte. Ausgewertet werden die Bilder in seiner Abteilung in Paderborn. Per Teleradiologie gehen die Aufnahmen von Marsberg aus direkt an die ärztlichen Kollegen dort. Nachdem der Befund erstellt worden ist, kann er, was besonders in Notfällen wichtig ist, sofort zurück nach Marsberg geschickt werden. Zweimal in der Woche sind Radiologie-Kollegen im St.-Marien-Hospital, befunden und betreuen Untersuchungen direkt vor Ort. Auf diese Weise bietet das Marsberger Krankenhaus ab sofort radiologische Diagnostik auf dem Niveau großer städtischer Kliniken. Die Bezirksregierung Arnsberg hat die Anschaffung des Gerätes mit Landesmitteln in Höhe von 190.000 Euro gefördert. Das Krankenhaus investierte weitere 35.000 Euro in den Umbau der Räumlichkeiten. Der Kaufmännische Direktor des Krankenhauses Siegfried Rörig bezeichnete die Förderung als deutliches Signal für den Gesundheitsstandort Marsberg. Text/Foto: Mander |