06.01.2010 Eine Krankenhauscafeteria zum Wohlfühlen




Marsberg. Die neue Caféteria im St.-Marien-Hospital ist fertig. Sie trägt auch einen Namen: Café KIM, das steht für „Kuchenstation im Marienhospital“, und ist täglich von 7 bis 18 Uhr geöffnet. Sie ist ein Platz geworden, an dem sich Patienten, Mitarbeiter und Besucher gleichermaßen wohl fühlen werden. Die Bewirtschaftung hat die Marsberger Bäckerei Runte mit dem Inhaber Roman Gerlach übernommen. Der Hausobere des Krankenhauses, Heinrich Lake, war an ihn herangetreten und hatte ihm diesen Vorschlag gemacht. Für den Umbau hat das Krankenhaus gesorgt, für die Einrichtung Roman Gerlach selbst. An der Theke gibt es Torten, Kuchen, Brot und Brötchen, aber auch kleine Snacks wie Suppen, Bockwurst und Frikadellen. Erhältlich sind außerdem Zeitungen, Zeitschriften und Süßwaren. Vor allem aber der Sitzbereich ist wirklich schön geworden. In warmen Farben gehalten und mit viel Dekoration ist die Cafeteria nicht nur zeitgemäßer als die alte, man hat überhaupt nicht mehr das Gefühl, in einem Krankenhaus zu sein. Trotzdem ist alles barrierefrei und es gibt sogar einige erhöhte Stühle, die speziell auf Hüftpatienten abgestimmt sind. Im Innenbereich finden 35 Personen Platz, im Sommer weitere 30 auf der Terrasse. In Zukunft soll es sogar möglich sein, die Wartezeit auf die Behandlung in der Ambulanz, beim Kardiologen Dr. Michael Patten oder beim Augenarzt Dr. Klaus-Dieter Kühn bei einem leckeren Cappuccino zu überbrücken. Wie es realisiert wird, steht noch nicht fest, aber die Patienten können dann direkt aus der Cafeteria zur Behandlung gerufen werden, ohne Angst haben zu müssen, sich in der Warteliste wieder hinten anstellen zu müssen.
Die alte Cafeteria war aber auch nicht mehr zeitgemäß. Insbesondere das Mobiliar war noch aus der Anfangszeit des Krankenhauses. Arbeitsplätze sind durch die neue Bewirtschaftung durch Mitarbeiter der Bäckerei Runte nicht verloren gegangen. Die Krankenhausmitarbeiter, die in der Cafeteria beschäftigt waren, sind nun im Service auf den Stationen tätig. Über Telefon oder direkt bei ihnen können auch Patienten in den Zimmern die neue Cafeteria nutzen. Das bestellte wird dann direkt ans Bett gebracht. Text/Foto: Mander