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Marsberg. Fast jeder hat es schon einmal erlebt: Man erwartet ein dringendes Paket, geht nur mal kurz aus dem Haus
und wenn man wiederkommt, liegt eine orangefarbene Karte im Briefkasten. Das Paket kann ab dem nächsten Morgen in
der Postfiliale abgeholt werden. Ärgerlich. Seit dem 2. November muss das in Marsberg nicht mehr sein. Hier lässt
sich das Abholen und auch Abgeben von Paketen nun ganz einfach mit dem tglichen Einkauf verbinden, egal zu welcher
Uhrzeit, denn vor dem Marktkauf steht jetzt eine Packstation von DHL. Man kann sie ohne Registrierung einfach mal
ausprobieren oder sich gleich richtig anzumelden. Das geht unter www.packstation.de oder telefonisch unter 01805 365 365.
Man bekommt dann eine Karte mit einer PIN zugesandt. Bei der Anmeldung gibt man Handynummer und Emailadresse an. Dann
gibt es drei Nutzungsmöglichkeiten. Die erste ist, dass der Kunde gar keine Pakete mehr an seine Hausadresse bekommt.
Die Pakete gehen direkt an die Packstation 117. 60 bis 90 Sekunden nach dem Einlegen erhält er eine SMS und eine Email,
nach 24 Stunden eine weitere SMS und dann noch einmal nach sieben Tagen. Ist das Paket nach neun Tagen nicht abgeholt
worden, gilt die Annahme als verweigert. Die zweite Möglichkeit ist das Abschicken von Paketen. Hat man die Karte mit
erhalten, kann man dort auch selbst Pakete einlegen. Bezahlt wird mit der Bankkarte. Das Porto kostet 20 Prozent weniger
als bei Abgabe am Postschalter. Den Adressaufkleber kann man sich komplett an der Packstation erstellen und auf das
Paket kleben. Zum Schluss erhält der Kunde eine Quittung, mit der er im Internet den Weg seines Paketes verfolgen kann.
Die dritte Variante ist die, dass der Postzusteller, der den Kunden nicht angetroffen hat, eine grüne, statt der
orangefarbenen, Karte in den Briefkasten wirft und das Paket in der Packstation hinterlegt. Der Kunde kann mit dem
Strichcode auf der grünen Karte dann das Fach der Packstation öffnen und sich sein Paket abholen. Ob und wann der
Postzusteller dies tut, kann er selbst je nach Auslastung der Packstation und der Art des Kunden entscheiden. Nun
gehören also auch die Marsberger zu den fast 90 Prozent aller Bundesbürger, die Ende des Jahres eine Packstation
innerhalb von zehn Minuten erreichen können. Text/Foto: Mander
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