


|
Bredelar. Im dichten Nebel ist am Dienstag morgen um 8.06 Uhr in Höhe des Bahnübergang bei H&T/Presspart an der
Straße „Am Meilenstein“ zwischen Bredelar und Giershagen ein Personenzug in einen LKW gefahren. An der Kurve nach dem
Bahnübergang waren sich zwei LKW entgegen gekommen. In der engen Kurve musste der in Richtung Giershagen fahrende LKW
ein Stück zurücksetzen, um den anderen vorbeizulassen. In dem Augenblick kam der Zug in Richtung Bredelar und fuhr mit rund 110 Stundenkilometern in den Anhänger, der sich noch auf den Schienen befand. Wie durch ein Wunder verletzten sich nur 20 Personen leicht. Der Zugführer hatte den Anhänger im dichten Nebel im letzten Augenblick doch noch gesehen, den Zug gebremst und sich dann aus dem Führerhaus gerettet. Die Mitarbeiter vom benachbarten Unternehmen Presspart reagierten sofort und stellten Räume zur Verfügung. Rund 80 Einsatzkräfte der Löschgruppe Giershagen, des Löschzuges Marsberg und des Rettungsdienstes begleiteten die 48 beteiligten Personen zunächst dorthin, um sie dort weiter zu versorgen. Einige der Verletzten wurden anschließend in das Marsberger Krankenhaus gebracht.
Der Zug, der erst 200 Meter weiter zum Stehen gekommen war, war nicht mehr fahrbereit. Die Räder des Triebwagens standen neben den Gleisen und das Führerhaus ist vollständig zerstört. Ein Gerätewagen aus Hagen musste den Zug abschleppen, erst im Laufe des Mittwochs sollen wieder Züge fahren. In der Zwischenzeit ist Schienenersatzverkehr eingerichtet.
Stadtbrandinspektor Alfons Kleffner: „Der Einsatz ist lehrbuchmäßig abgelaufen, wir sind alle sehr froh, dass alles so glimpflich abgelaufen ist.“ Text/Fotos: Mander
|