| 17.06.2010 | Marsberg wird Modellregion zur Bekämpfung des Ärztenotstandes |
![]() Bürgermeister Hubertus Klenner, der KVWL-Vorsitzende Dr. Ulrich Thamer, Herbert Dahle und Burkhard Schwuchow (von links) |
Marsberg. Es ist schon seit einiger Zeit ein Thema in der Stadt: Das Durchschnittsalter der niedergelassenen Ärzte ist hoch, in den nächsten Jahren werden viele von ihnen in den Ruhestand treten und es gibt Nachwuchsprobleme. Deshalb fuhr Bürgermeister Hubertus Klenner am vergangenen Samstag nach Dortmund, um dort mit der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) eine Absichtserklärung zur Sicherstellung der ambulanten Versorgung abzuschließen. Die Kassenärztlichen Vereinigungen haben gemäß des Sozialgesetzbuchs V die Sicherstellung der vertragsärztlichen Versorgung zu gewährleisten, zu verbessern oder zu fördern. Mit der Vereinbarung verpflichtet sich die KVWL die Sicherstellung der ambulanten Versorgung mit besonderer Priorität zu verfolgen. Dazu ermittelt die KVWL den Versorgungsbedarf und erarbeitet in Abstimmung mit den ansässigen Ärztinnen und Ärzten Vorschläge, wie ärztlicher Nachwuchs gewonnen, wie bei der Schließung von Praxen die Versorgung durch andere Praxen übernommen und wie durch Kooperation und ortsübergreifende Tätigkeiten das Versorgungsangebot effektiver gestaltet werden kann. Die Stadt kann die Übernahme vorhandener Arztsitze bzw. die Ansiedlung neuer Ärztinnen und Ärzte unterstützen, indem sie die Attraktivität des Zuzugs oder des Praxisbetriebs fördert. Mit der Vereinbarung verpflichtet sich die Stadt, Maßnahmen im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu entwickeln, um die Rahmenbedingungen ärztlicher Tätigkeit vor Ort zu verbessern. Bis Ende 2010 sollen auf beiden Seiten alle erforderlichen Schritte unternommen werden. Um das umzusetzen wird eine Arbeitsgruppe eingerichtet und Marsberg wird, mit Büren und Barntrup (Lippe), eine von drei Modellregionen. Mander |