19.05.2010 Dachlandschaft des Hallenbades wird saniert
Marsberg. Seit einigen Jahren traten im Dach des Hallenbades, vor allem im Winter, regelmäßig Mängel auf. Die beim Bau des Hallenbades 1980/81 geplante wetterfeste Bedachung und der Sonnenschutz waren aus Kostengründen nie fertig gestellt worden sind. Die seinerzeit gewählte Dachform als regelmäßige bituminöse Faltdachausführung hat viele Schwachstellen und beinhaltet bauphysikalische Probleme. Bei Frost führt die Wärmeeinwirkung im Dach und die Schwitzwasserbildung durch Schrumpfung der Wärmedämmung aus PS-Schaum zu einer Durchfeuchtung der Wärmedämmung mit Tropfenbildung im Hallenbereich. Dem soll nun ein Ende gesetzt werden. Bei der Verteilung der Mittel aus dem Konjunkturpaket II hatte der Rat der Stadt der Verwendung von 302.000 Euro für die Sanierung der Dachkonstruktion zugestimmt. Die Ergebnisse der Bauphysiker, die sich mit den Varianten der Sanierung befasst haben, liegen nun vor und der Rat hat in seiner Sitzung am Montag beschlossen, welche Arbeiten ausgeführt werden sollen. Da dafür voraussichtlich 375.000 Euro benötigt werden, wurde zusätzlich beschlossen, Mittel, die eigentlich für die Erneuerung des Heizkreisverteilers gedacht waren umzuwidmen für die Dachsanierung. Das Hallenbad wird nun mit einer Metalldachkonstruktion einschließlich Vollwärmeschutz überbaut. Unter der Konstruktion entsteht ein Dachzwischenraum, in dem abschnittsweise die alte Konstruktion abgebaut, saniert und hochwertig nachgedämmt werden kann. Der Dachzwischenraum wird auch in Zukunft begehbar bleiben, so dass eine Kontrollmöglichkeit geschaffen wird. Die Statiker haben berechnet, dass die bisherige Binderkonstruktion auch ein solches Dach tragen kann. ma