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Marsberg. Seit einigen Jahren traten im Dach des Hallenbades, vor allem im Winter, regelmäßig
Mängel auf. Die beim Bau des Hallenbades 1980/81 geplante wetterfeste Bedachung
und der Sonnenschutz waren aus Kostengründen nie fertig gestellt worden sind.
Die seinerzeit gewählte Dachform als regelmäßige bituminöse Faltdachausführung
hat viele Schwachstellen und beinhaltet bauphysikalische Probleme. Bei Frost führt die Wärmeeinwirkung im Dach
und die Schwitzwasserbildung durch Schrumpfung der Wärmedämmung aus PS-Schaum zu
einer Durchfeuchtung der Wärmedämmung mit Tropfenbildung im Hallenbereich. Dem
soll nun ein Ende gesetzt werden. Bei der Verteilung der Mittel aus dem
Konjunkturpaket II hatte der Rat der Stadt der Verwendung von 302.000 Euro für
die Sanierung der Dachkonstruktion zugestimmt. Die Ergebnisse der Bauphysiker,
die sich mit den Varianten der Sanierung befasst haben, liegen nun vor und der
Rat hat in seiner Sitzung am Montag beschlossen, welche Arbeiten ausgeführt
werden sollen. Da dafür voraussichtlich 375.000 Euro benötigt werden, wurde
zusätzlich beschlossen, Mittel, die eigentlich für die Erneuerung des
Heizkreisverteilers gedacht waren umzuwidmen für die Dachsanierung. Das
Hallenbad wird nun mit einer Metalldachkonstruktion einschließlich
Vollwärmeschutz überbaut. Unter der Konstruktion entsteht ein Dachzwischenraum,
in dem abschnittsweise die alte Konstruktion abgebaut, saniert und hochwertig
nachgedämmt werden kann. Der Dachzwischenraum wird auch in Zukunft begehbar
bleiben, so dass eine Kontrollmöglichkeit geschaffen wird. Die Statiker haben
berechnet, dass die bisherige Binderkonstruktion auch ein solches Dach tragen
kann. ma
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