| 30.08.2010 | Sauerländer Heimatbund tagte in Marsberg und wählte neuen Vorsitzenden |
![]() ![]() Der Ehrenvorsitzende Dr. Adalbert Müllmann bei seiner Laudatio für Dieter Wurm ![]() Dieter Wurm, Birgit Haberhauer-Kuschel, Elmar Reuter, Wilma Ohly und Bürgermeister Hubertus Klenner (von links) |
Marsberg. Nach 26 Jahren war es wieder einmal soweit: Der Marsberger Heimatbund durfte die Mitgliederversammlung des
Sauerländer Heimatbundes ausrichten. Rund 320 Vertreter aus dem gesamten kurkölnischen Sauerland hatten den Weg in die
Schützenhalle in Niedermarsberg gefunden. Neben dem Bürgermeister Hubertus Klenner waren auch Landrat Dr. Karl Schneider
sowie der Landtagsabgeordnete Hubert Kleff gekommen. Als seine Hauptaufgaben sieht der Sauerländer Heimatbund den Denkmal- und Landschaftsschutz, Brauchtum und Mundartpflege sowie Heimatkunde und -pflege, in die Arbeit bewusst eingebunden werden die 128 Heimatvereine in den Orten. Die in 800 Jahren gewachsene Kultur soll als Erbe und Auftrag angenommen, aber auch die Gegenwartsprobleme dabei nicht vergessen werden. Vierteljährlich erscheint die Zeitschrift SAUERLAND, die für Mitglieder kostenlos ist. Bei dieser Mitgliederversammlung lag ein besonderes Augenmerk auf dem Programmpunkt „Wahlen“, denn aus Alters- und aus gesundheitlichen Gründen stellten sich sowohl der 1. Vorsitzende Dieter Wurm als auch die stellvertretende Vorsitzende Wilma Ohly nicht mehr zur Wahl. Als neuen 1. Vorsitzenden wählten die Mitglieder einstimmig den langjährigen, ehemaligen Bürgermeister von Olsberg, Elmar Reuter. Seine Stellvertreterin ist nun Birgit Haberhauer-Kuschel aus Olpe, das Votum für sie war ebenfalls einstimmig. Wie gut die scheidenden Vorsitzenden ihre Arbeit getan haben, bescheinigten ihnen die Mitglieder mit langanhaltendem Applaus. Der neue Vorsitzende betonte dies ebenfalls und versprach Kontinuität. Nach dem offiziellen Programm gab Prof. Dr. Wilfried Reininghaus, Präsident des Landesarchivs NRW, mit seinem Festvortrag einen Einblick in die Geschichte des Bergbaus im kölnischen Sauerland. Nach dem Mittagessen hatten die angereisten Mitglieder die Gelegenheiten, bei verschiedenen Exkursionen Marsbergs Sehenswürdigkeiten näher kennenzulernen. Es ging in den Kilianstollen, ins Historische Obermarsberg, zum Kloster Bredelar, nach Padberg oder in die Biogasanlage nach Leitmar. Der plattdeutsche Gottesdienst am frühen Abend mit Pfarrer i.R. Franz Schnüttgen aus Arnsberg und einem Grußwort des Superintendenten Pfarrer Alfred Hammer aus Marsberg bildete den krönenden Abschluss eines ereignisreichen Tages. Text/Foto: Mander |