31.03.2010 Rat beschließt Änderungen der Schullandschaft in Marsberg


Marsberg. Es wird sich einiges ändern in der Marsberger Schullandschaft. Wie berichtet, hat das vor allem damit zu tun, dass die Zahl der Kinder und damit die Schülerzahlen in Marsberg in den nächsten Jahren immer weiter sinken werden. Nun ist ein Schulkonzept für die Stadt entwickelt worden, das sowohl der Verwaltung und den Schulen als auch den Eltern Planungssicherheit verschaffen soll. Nachdem sich in der letzten Schulausschusssitzung gezeigt hatte, dass am ursprünglichen Konzept noch einiges nachzubessern war, hat der Rat der Stadt in seiner jüngsten Sitzung nun die Änderungen beschlossen. Die Hauptschule Westheim wird geschlossen, alle Hauptschüler werden ab dem nächsten Schuljahr in Marsberg unterrichtet. Damit folgte der Rat der Beschlussempfehlung des Schulausschusses. Keine Empfehlung gegeben hatte der Ausschuss zu den Änderungen in der Grund- und Förderschullandschaft. Nachdem sowohl die Eltern und Lehrer der Grundschüler der Ortsteile des Altkreises Büren als auch die Eltern und Lehrer der Förderschüler der Kerschensteiner-Schule signalisiert hatten, dass sie mit der Lösung, die Förderschule nach Westheim zu verlegen, nicht einverstanden sind, ist dies nun vom Tisch. Die Egge-Diemel-Schule wird als Gemeinschaftsgrundschule in das Gebäude der Hauptschule Westheim ziehen. Die bisherigen Teilstandorte werden aufgegeben. Dort wird ab dem 1. August auch eine Offene Ganztagsgrundschule eingerichtet. Die Gemeinschaftsgrundschule „Diemeltal“ wird aufgelöst und der Teilstandort der Katholischen Grundschule in Erlinghausen wird aufgegeben. Alle Schüler werden gemeinsam die Katholische Grundschule am Burghof besuchen. Die Kerschensteiner-Schule, die Förderschule mit Schwerpunkt „Lernen“, wird mit Beginn des nächsten Schuljahres in das Gebäude der Diemeltal-Gemeinschaftsgrundschule verlagert. Dort werden ein Werkbereich und ein Hauswirtschaftsbereich geschaffen. Beabsichtigt ist eine enge Kooperation mit der Gemeinschaftshauptschule Marsberg und den Grundschulen. Die frei werdenden Räume am Burghof werden umgebaut. Fachräume werden zu Klassenräumen umfunktioniert, damit alle Klassen dort ihre Stammräume erhalten können. Bezüglich des Teilstandortes Beringhausen im Grundschulverbund Giershagen-Beringhausen beschloss der Rat, dass dieser aufgegeben wird, sobald keine rechtskonforme Klassenbildung in der Eingangsklasse mehr möglich ist. Aufgrund der angenommenen geringen Schülerzahlen war hier im Schulausschuss darüber beraten worden, den Standort nach dem Schuljahr 2012/2013 aufzugeben. Nun wird zunächst abgewartet. Außerdem hat der Rat die Zügigkeit der Grundschulen für die nächsten Jahre festgelegt. Die Katholische Grundschule wird im Schuljahr 2010/2011 dreizügig sein, im Jahr darauf vierzügig und danach dreizügig. Der Grundschulverbund Giershagen-Beringhausen sowie die Gemeinschaftsgrundschule Egge-Diemel werden in den nächsten drei Schuljahren zweizügig sein. ma