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Aktuelles aus Marsberg

Heißluftballon verunglückt – neun verletzte Personen

Bredelar. Ein schwerer Unfall mit einem Heißluftballon ereignete sich gestern gegen 21 Uhr in der Nähe der Fettküche bei Bredelar.

Etwa 200 Meter neben der B 7, im Bereich der Gaststätte „Fettküche", kam es kurz vor der Landung zu dem Unglück. Aus bislang ungeklärter Ursache geriet der Heißluftballon kurz vor dem Boden ins Trudeln und stürzte ab. Nach dem Aufprall überschlug sich der Ballon mehrfach. Durch den Gasbrenner des Ballons wurden mehrere Personen verletzt. Im Ballon waren zehn Gäste im Alter von 22 bis 59 Jahren. Vier Männer und sechs Frauen. Der Pilot war 64 Jahre alt. Alle kamen aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg. Ein 52-jähriger Mann und eine 51-jährige Frau wurden lebensgefährlich verletzt. Seitens der Feuerwehr wurden die Einheiten aus Bredelar, Beringhausen, Padberg, Helminghausen und Marsberg alarmiert. Eine Brandbekämpfung musste nicht eingeleitet werden, der Ballon brannte beim Eintreffen der Feuerwehr nicht mehr. Den ersteintreffenden Einsatzkräften der Feuerwehr kam somit die Aufgabe zu, die verletzten Personen zu versorgen, zu betreuen und die Einsatzstelle zu sichern. Binnen kurzer Zeit traf auch eine Vielzahl an Einsatzkräften des Rettungsdienstes ein. Gemäß dem Alarmstichwort wurden insgesamt sieben Rettungswagen und zwei Notarzteinsatzfahrzeuge aus umliegenden Rettungswachen alarmiert, dazu drei Rettungshubschrauber, der DRK-Ortsverband Brilon, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst und der Leitende Notarzt. Auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Uwe Schwarz und der Leiter der Feuerwehr Marsberg, Alfons Kleffner, waren vor Ort. An der Einsatzstelle wurde ein Behandlungsplatz eingerichtet, an dem die Patienten rettungsdienstlich versorgt, gesichtet und zum Transport in Krankenhäuser vorbereitet wurden. Hier arbeiteten Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes hervorragend zusammen. Über den Einsatzleitwagen des Löschzugs Marsberg bestand Kontakt zur Leitstelle, um Zuordnung und Transport der Patienten in geeignete Krankenhäuser zu koordinieren. Von den elf Personen erlitten drei Brandverletzungen, zwei zogen sich laut Auskunft der Polizei lebensgefährliche Verletzungen zu. Neun der elf beteiligten Personen wurden zum Teil schwer verletzt und mussten zur medizinischen Versorgung in umliegende Krankenhäuser transportiert werden, drei davon wurden mit Brandverletzungen im Rettungshubschrauber in Spezialkliniken geflogen. Nach einer knappen Stunde befanden sich alle verletzten Personen auf dem Weg in die ausgewählten Krankenhäuser oder waren zum Teil dort schon aufgenommen. Nach Abschluss der Rettungsmaßnahmen übernahmen Vertreter der Kriminalpolizei und des Luftfahrtbundesamtes die Einsatzstelle, um Ermittlungen zum Unfallhergang aufzunehmen. Die Feuerwehr unterstützte diese Maßnahmen durch Ausleuchten der Unfallstelle. Etwa 70 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst waren zwischenzeitlich an der Einsatzstelle unter der Leitung von Matthias Stremmer aus Beringhausen tätig. Vorsorglich wurde auch das PSU-Team des HSK nachgefordert, um den eingesetzten Kräften im Bedarfsfall psychosoziale Unterstützung anzubieten.