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Aktuelles aus Marsberg

St.-Marien-Hospital investiert in neue Röntgentechnologie

Marsberg. Das St.-Marien-Hospital hat ein neues Röntgengerät angeschafft. Es kommt dank digitaler Detektoren mit einer minimalen Strahlendosis aus und macht die Untersuchung für den Patienten besonders sicher und angenehm.

Neben den klassischen Röntgenuntersuchungen ermöglicht das neue Röntgengerät auch Durchleuchtungsverfahren, sogenannte Fluoroskopien: Das sind Darstellungen von Speise-röhre, Magen, Dünn- und Dickdarm, der Gallengänge, der Wirbelsäule und Schluckuntersu-chungen. Die Ärzte der Inneren Medizin nutzen die Durchleuchtungstechnik außerdem für endoskopische Eingriffe (ERCP) und Venographien der Extremitäten. Das Herzstück des Röntgen- und Durchleuchtungsgerätes ist eine stufenlos verstellbare, freihängende Liege, die bis in die Vertikale gebracht und auch auf eine angenehme Ein-stiegshöhe abgesenkt werden kann. „Untersuchungen sind sowohl im Liegen als auch im Sitzen oder Stehen möglich, immer so, wie es sinnvoll und für den Patienten am ange-nehmsten ist“, erklärt Wilhelm Agel, Leitender Medizinisch-Technischer Radiologieassistent (MTRA), „statt der früher üblichen Kassetten arbeitet das Gerät mit digitalen Detektoren, die in Sekundenschnelle ein hochaufgelöstes Bild erstellen, das auf dem Bildschirm in ver-schiedenen Versionen dargestellt und im Speichersystem abgelegt werden kann. Besonders erfreulich für die Patienten: Diese Technik kommt mit minimalster Strahlendosis aus.“ Dank der digitalen Technik und der Anbindung an das Krankenhausinformationssystem ste-hen die Bilder sofort zur Verfügung. „Schneller, als der Patient von der Röntgenabteilung im 1. Stock wieder zurück in die zentrale Notaufnahme im Erdgeschoss kommt, sind die Bilder schon vom dortigen diensthabenden Chirurg abrufbar“, weiß Agel. Knapp 290.000 Euro investierte das Direktorium des St. Marien-Hospitals in diese Erneuerung und in die Sanierung des Radiologieraumes. Matthias Pauli, Technischer Leiter im St.-Marien-Hospital,: „Um die Standsicherheit der neuen Röntgenanlage zu gewährleisten, mussten wir große Teile des Estrichs in Verbundverfahren austauschen und ergänzen. Alle Kabel verstecken sich in Bodenschächten und in der abgehängten Decke, die dank eines Schienensystems unterschiedlichste Anordnungen von Röntgengerät und Bildschirmen zulässt. Als besonderes Highlight für die Patienten haben wir dekorative und energiesparende LED-Leuchten mit Fotomotiven eingebaut. So hat der Pati-ent das Gefühl, er schaue ins Weite. Das beruhigt.“ Ein neuer, auf die apfelgrüne Wandfarbe farblich abgestimmter Bodenbelag, sowie die helle Fensterfront und die Vollklimatisierung lassen den Patienten tatsächlich vergessen, dass er sich in einem Untersuchungsraum befindet. „Wir freuen uns, dass wir mit der Investition in die neue Radiologietechnik sowohl die diag-nostischen Möglichkeiten unserer Internisten und Chirurgen erweitern, als auch die Sicherheit und den Komfort für unsere Patienten erhöhen“, urteilt Hausoberer Heinrich Lake. Insgesamt verfügt das St.-Marien-Hospital Marsberg über zwei Röntgengeräte und ein CT. Hochkomplexe Befunde wie bei sehr speziellen Untersuchungen oder bei Polytraumata wer-den von den Radiologen des Brüderkrankenhauses St. Josef Paderborn befundet, die zwei-mal wöchentlich in Marsberg vor Ort sind, und außerdem über Teleradiologie zu Rate gezo-gen werden können.