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Aktuelles aus Marsberg

Bürgermeister Klaus Hülsenbeck tritt nicht wieder an

Marsberg. „Das Herz sagt ja, aber die enorme, auch gesundheitliche, Belastung lässt es nicht zu, für eine weitere Amtszeit zu kandidieren.“ Leicht hat sich Klaus Hülsenbeck die Entscheidung nicht gemacht.

Es sei bisher eine spannende und schöne, aber auch eine sehr anspruchsvolle Zeit gewesen. Neben den bekannten Altlasten im Finanzbereich seien weitere Herausforderungen hinzugekommen. Die Windkraftbelastungen bezeichnet er in seiner Erklärung als ebenso zusätzlich und ungeplant wie die Flüchtlingswelle und den erfolgreichen Einsatz für den Arztsitz am St.-Marien-Hospital. Lange Krankheits- und Ausfallzeiten von leitenden Mitarbeitern habe man gemeinsam kompensieren müssen. Rund fünf Jahre mit in der Regel sehr hohem zeitlichen Einsatz könne man nicht so einfach wegstecken. Belastbarkeitsgrenzen seien überschritten worden, die Regenerationsphasen hätten bei weitem nicht ausgereicht. Die Sechs- bis Sieben-Tage-Woche und viele Abendveranstaltungen, auch wenn sie überwiegend angenehm gewesen seien und ihm Freude bereitet hätten, hätten ihren Teil dazu beigetragen. Die Stadt Marsberg sei heute grundsolide aufgestellt, rechnerisch in der Kernverwaltung schuldenfrei und jetzt gelte es, mit neuem Schwung und mit viel Aufwand nach vorn zu arbeiten. Ein frischer, kreativer, unverbrauchter Wind sei nötig. Deshalb werde er für die nächste Wahlperiode nicht mehr zur Verfügung stehen. Er bittet in seiner Erklärung, das so zu akzeptieren und bedankt sich ausdrücklich für die Unterstützung und das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger, das der Kolleginnen und Kollegen sowie das der Politik, und zwar parteiübergreifend. Es sei ihm eine Ehre, für die Menschen und für die Stadt Marsberg arbeiten zu dürfen und er werde sich bis zu seinem letzten Arbeitstag für die Stadt Marsberg und ihre Bürgerinnen und Bürger einsetzen. Die Vergangenheit sei aufgearbeitet, die Gegenwart könne sich mehr als sehen lassen und für die Zukunft sei schon vieles, wie Wirtschaftsförderung, Digitalisierung, Kindergärten, Schulen, Sport- und Freizeitanlagen, Stadtbücherei, und Archiv auf den Weg gebracht.