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Aktuelles aus Marsberg

Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie zertifiziert Zentrum für Alterstrauma-tologie

Marsberg. In der Alterstraumatologie kümmert sich ein Spezialistenteam aus Unfallchirurgen, Altersmedizinern, Fachpflegekräften und Therapeuten um ältere und mehrfach erkrankte Patienten.

Qualitätsmanager Thomas Schäfers, Oberärztin Dr. Ulrike Sprenger und Chefarzt Dr. Ralf Beyer, beide Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, Rica Schnitzmeier vom Gesundheitszentrum und Heinrich Lake, stellvertretender Hausoberer (v.l.) arbeiten eng zusammen, damit betagte Patienten im Zentrum für Alterstraumatologie umfassend behandelt werden.

Die Kliniken für Unfallchirurgie/Orthopädie und Innere Medizin wurden nun als Zentrum zertifiziert. „Wir dokumentieren damit Qualität und Leistung. Unsere Behandlungsabläufe sind transparent, so erhöhen wir das Vertrauen der Patienten und der Angehörigen“, betont Chefarzt Dr. Ralf Beyer, Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie. Bei der Behandlung betagter Patienten müssen die Ärzte stets viele verschiedene Aspekte im Blick haben. Beyer: „Für Patienten im höheren Lebensalter gehen Erkrankungen des Bewegungsapparates häufig mit Einschränkungen der Alltagsmobilität und der Selbstversorgungskompetenz einher. Stürzen ältere Menschen, kann das dramatische Folgen haben. Die Knochenfestigkeit ist reduziert, Blutergüsse und Prellungen heilen nur langsam ab.“ Häufig leiden die betagten Patienten unter Brüchen des Oberschenkels, der Wirbelkörper, des Beckenringes, des schultergelenksnahen Oberarmes und des handgelenksnahen Unterarmes. Mit zunehmender Häufigkeit von prothetischen Gelenkersatzeingriffen kommt es außerdem zu Brüchen nahe der künstlichen Gelenke. Das Team im Alterstraumazentrum mit Unfallchirurgen und Geriatern, spezialisierten geriatrischen Fachpflegekräften, Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden, Neuropsychologen und Sozialarbeitern ermöglicht eine interdisziplinäre Behandlung der oftmals komplexen Erkrankungsverläufe. Die Wirksamkeit der Behandlung wird Tag für Tag überprüft. „Um Risiken frühzeitig zu erfassen, erhalten alterstraumatologische Patienten eine spezielle geriatrische Begutachtung. Einschränkungen bestimmter Körperfunktionen werden dadurch früh erkannt, bewertet und umfassend berücksichtigt“, erläutert der Chefarzt der Inneren Medizin, Dr. Norbert Bradtke. Dieses Vorgehen hat sich in der Altersmedizin bewährt und gewährleistet individualisierte Behandlungspfade. Alle Kollegen des zertifizierten Zentrums für Alterstraumatologie arbeiten räumlich eng zusammen. „Kurze Wege unterstützen den kontinuierlichen Genesungsprozess, weil Informationen direkt ausgetauscht werden“, so Beyer.