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Aktuelles aus Marsberg

Preisgelder für Klimaschutzideen der Vereine und Einrichtungen

Marsberg (gk). Seit nunmehr 20 Jahren wird der Klimaschutzpreis der Stadt Marsberg vergeben und in dieser Zeit wurden bereits 80 Preisträger für ihr Engagement im Umweltschutz gewürdigt.

Die Preisträger mit Johannes Kobeloer von innogy sowie Helmut Löhring und Michaela Schröder von der Stadtverwaltung (von links). Foto: Gorille

Auch in diesem Jahr waren wieder zahlreiche und sehr interessante Bewerbungen bei der Stadtverwaltung für den Klimaschutz in der Stadt Marsberg eingegangen. Die fünfköpfige Jury war begeistert von der großen Teilnahme und das Engagement der Marsberger Gruppen, Vereine, Schulen und Kindergärten für das Klima und die Umwelt. Der Sponsor des Klimaschutzpreises, der Energieversorger innogy hatte, wie in den Jahren zuvor, 2.500 Euro für die besten drei Preisträger ausgelobt. Da es aber bei der Aktion „Die Umwelt gewinnt - gewinnen auch Sie!” wieder viele tolle Bewerbungen und Ideen gab, wurde sogar ein vierter Sachpreis vergeben. Der Sportverein BC 23 Meerhof belegte den mit 1.250 Euro dotierten 1. Platz für die energetische Sanierung des vereinseigenen Sportheims. Durch Wärmedämmung, Erneuerung von Fenstern und Türen, die Erneuerung der Heizungsanlage und Umstellung der Leuchten auf LED konnten die Heiz- und Stromkosten um fast 50 Prozent reduziert werden. Die Umbaumaßnahmen wurden im Winterhalbjahr 2018/19 durchgeführt und 1.300 ehrenamtliche Stunden der Mitglieder des Sportvereins waren nötig, bis die Maßnahme abgeschlossen war. Der 2. Platz und die damit verbundenen 750 Euro ging in diesem Jahr an die „Highland Gamer” des Sportvereins Canstein für das Projekt „Nachhaltige Outdoorveranstaltung”. Die Organisatoren der Highland Games achten bei ihren Veranstaltungen besonders auf nachhaltiges und ressourcenschonendes Wirtschaften. So wird auf Plastikgeschirr verzichtet, Getränke und Fleischprodukte werden aus der Region verkauft. Werbung wird bewusst über soziale Medien gesteuert und auf Handzettel wird verzichtet. Die katholische Kindertageseinrichtung „Haus Bethlehem” aus Westheim wurde mit dem dritten Platz und 500 Euro gewürdigt. Bei den Projekten zum Umweltschutz wurden mit den Kindern aktuelle Themen wie das Bienensterben besprochen und Gegenmaßnahmen, wie den Bau eines großen Insektenhotels mit Kindern, Erziehern und Eltern, verwirklicht. Außerdem legten die Kinder eigenständig ein Wildblumenbeet an und im kitaeigenen Hochbeet wurden Kartoffeln, Möhren und Erdbeeren angebaut und geerntet. Den Sachpreis, einen Baumbewässerungssack, erhielt der evangelische Jona-Kindergarten für das Projekt „Wale und Delfine auf Forscherkurs - Die Wasserdetektive”. Es wurden mehrere Projekte zur hohen Bedeutung von Wasser mit den Kindern erarbeitet. Wie kommt das Wasser zu uns? Wie wird Abwasser gereinigt? Diese Fragen können die Kinder nun, auch anhand eines Versuchsaufbaus zum Thema Wasserkreislauf, beantworten. Aber auch die selbstgebauten „Flaschenfilteranlagen” und ein Wasserspaziergang vertieften die Projektinhalte. Michaela Schröder vom Marsberger Stadtmarketing und Helmut Löhring als Vertreter der Stadtverwaltung bedankten sich bei allen Teilnehmern für die eingereichten Vorschläge.