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Aktuelles aus Marsberg

Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen in Kraft getreten

Marsberg. Am 22. März wurde vom Land Nordrhein-Westfalen die Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (CoronaSchVO) erlassen.

Sie ist am 23. März in Kraft getreten und gilt zunächst bis zum 19. April. Die Verordnung kann auf der Homepage der Stadt Marsberg www.marsberg.de eingesehen werden. Auf folgende Regelungen wird an dieser Stelle besonders hingewiesen:

• Zusammenkünfte und Ansammlungen in der Öffentlichkeit von mehr als zwei Personen sind grundsätzlich untersagt. Wenige Ausnahmen sind in der Verordnung geregelt.

• Alle Einrichtungen müssen erforderliche Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts, zur Vermeidung von Warteschlangen und zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,50 Metern treffen.

• Geschäfte für den täglichen Bedarf (s. § 5 der Verordnung) dürfen unter Einhaltung der genannten Vorkehrungen weiterhin öffnen. Der Betrieb von Bau- und Gartenbaumärkten bleibt zur Versorgung von Gewerbetreibenden und Handwerkern zulässig. Der Zutritt für andere Personen ist nur erlaubt, wenn Vorkehrungen zum Infektionsschutz getroffen werden. Unter diesen Voraussetzungen dürfen auch Floristen ihren Betrieb fortsetzen.

• Dienstleistungen und Handwerkerleistungen, bei denen ein Mindestabstand von 1,50 Metern nicht eingehalten werden kann, wie z.B. bei Frisören, Kosmetikstudios, Massagepraxen, sind untersagt

• Therapeutische Berufsausübungen, insbesondere von Physio- und Ergotherapeuten, bleiben gestattet, soweit die medizinische Notwendigkeit durch ein ärztliches Attest nachgewiesen wird und die genannten Vorkehrungen getroffen werden. Das gleiche gilt für gesundheitsorientierte Handwerkerleistungen (z.B. Hörgeräteakustiker, Optiker, orthopädische Schumacher).

• Der Betrieb von gastronomischen Einrichtungen ist untersagt. Nicht öffentlich zugängliche Betriebskantinen dürfen unter Auflagen für die Versorgung der Beschäftigten betrieben werden. Die Belieferung mit Speisen und Getränken sowie der Außer-Haus-Verkauf sind zulässig soweit die zum Schutz vor Infektionen erforderlichen Abstände eingehalten werden. Der Verzehr ist im Umkreis von 50 Metern untersagt.

• Erd- und Urnenbestattungen sowie Totengebete sind im engsten Familienkreis zulässig, wenn die erforderlichen Vorkehrungen zur Hygiene und zur Gewährleistung eines Mindestabstandes von 1,50 Metern eingehalten werden.

Die Stadt Marsberg als Ordnungsbehörde wurde angewiesen, die Bestimmungen der Verordnung energisch, konsequent und, wo nötig, mit Zwangsmitteln durchzusetzen. Dabei wird sie von der Polizei unterstützt. Verstöße können mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro oder einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren verfolgt werden. Die zuständigen Behörden sind gehalten, Geldbußen auf mindestens 200 Euro festzusetzen. Wichtige Informationen und Ansprechpartner in Nordrhein-Westfalen findet man auch unter www.land.nrw/corona.

Neue Öffnungszeiten des Bürgerbüros

Das Bürgerbüro der Stadt Marsberg ist nur nach vorheriger Terminvereinbarung unter der Telefonnummer 02992 602-241 erreichbar. Termine können ab sofort für folgenden Zeiten vereinbart werden: montags 8 bis 12.30 Uhr dienstags 8 bis 12.30 Uhr und 14 bis 16 Uhr, donnerstags 8 bis 12.30 Uhr und 14 bis 18 Uhr.

Hotline zur Koordinierung ehrenamtlicher Hilfen

Ab dem 23. März hat die Stadt Marsberg wie berichtet eine Hotline zur Koordinierung ehrenamtlicher Hilfen eingerichtet. Diese Hotline ist ab sofort auch unter der E-Mail-Adresse: buecherei@marsberg.com zu erreichen. Telefonisch stehen die Mitarbeiterinnen unter 02992 3077 zur Verfügung.

Feuchttücher nicht in die Toilette

Die Stadtwerke Marsberg appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger, Feucht- und Hygienetücher über die schwarze Restmülltonne und nicht über die Toilette zu entsorgen. Die Kläranlagen verzeichnen in letzter Zeit ein erhöhtes Aufkommen an Feuchttüchern, was sicher auch auf das verstärkte Desinfektionsverhalten zurückzuführen ist. Das Problem: Der reißfeste Stoff löst sich nicht so auf wie das Toilettenpapier. Eine Entsorgung über die Toilette sorgt für Kanalverstopfungen und Beschädigung von Pumpen und Anlagen. Diese müssen von den Mitarbeitern der Stadtwerke aufwändig behoben werden. Gerade in der jetzigen Zeit belasten solche zusätzlichen Einsätze die Stadtwerke. Aber auch für ihre privaten Abwasserleitungen besteht die Gefahr von Ablagerungen, Verstopfungen und Betriebsproblemen durch Feucht- und Hygienetücher, gerade weil diese Leitungen deutlich kleinere Durchmesser haben. Bei Verstopfungen kann es sogar zu einem Rückstau des Abwassers ins Haus kommen, was teure Reparaturen an Gebäude und privater Anschlussleitung verursachen kann.