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Aktuelles aus Marsberg

Eine gute Zukunft für Meerhof

Meerhof. Nach der Premiere im Jahr 2011 wurde in Meerhof am 30. Januar die zweite Zukunftswerkstatt durchgeführt. Eingeladen waren Vorstandsmitglieder der örtlichen Vereine, Ortsbeiratsmitglieder sowie alle interessierten Bürger.

Es folgten etwa 30 Meerhofer dieser Einladung, darunter auch erfreulich viele Jugendliche und jüngere Erwachsene. Mit der „Alten Schule“ als Tagungsort hatten die Veranstalter den Ort ausgewählt, der als das herausragende Projekt der letzten Zukunftswerkstatt mit dem Umbau der ehemaligen Grundschule zu einem Bürger- und Vereinshaus entstanden ist. Heinrich Nolte aus Medebach, ehemaliger Vorsitzender und Geschäftsführer der LEADER-Region HSK, konnte für dieses Treffen als Moderator gewonnen werden und zeigte sich erfreut, wieder einmal in Meerhof zu sein. Er stand bereits während der ersten LEADER-Periode in engem Kontakt zu den Projektverantwortlichen der Schul-Umbau-Aktion und hat durch seine Mitwirkung auf politischer Ebene zu einer erfolgreichen Umsetzung beigetragen. In seiner Begrüßungsrede gab Ortsbürgermeister Hans-Josef Dülme einen Rückblick auf die zuletzt in Meerhof erfolgreich umgesetzten Projekte, wie beispielsweise diverse Verschönerungsmaßnahmen im Ort, die Errichtung des Kunstrasenplatzes durch den Sportverein, die grundlegende Renovierung der Kirche, laufende Erhaltungsmaßnahmen auf dem Walderlebnispfad, den Umbau der ehemaligen Grundschule durch den Verein Klassengeist, den Tag der offenen Gärten sowie der erst kürzlich durchgeführte Herbstmarkt. Er unterstrich dabei die Wichtigkeit des ehrenamtlichen Engagements der Meerhofer Vereine, des Ortsbeirats und weiterer Institutionen und Einzelpersonen. Die neue LEADER-Regionalmanagerin Hannah Kath gab einen Ausblick auf die aktuelle Förderperiode 2014 bis 2020 mit deutlich verbesserten Fördermöglichkeiten. So beträgt der Zuschuss-Anteil in dem jetzt laufenden Zeitraum 65 Prozent. Sollten sich aus der Dorfwerkstatt förderfähige Projekte ergeben, so sicherte Frau Kath der Versammlung schon jetzt ihre Unterstützung zu. In dem folgenden Brainstorming wurden rund 20 Ideen gesammelt, die von Hannah Kath und Heinrich Nolte in drei Themenschwerpunkte eingegliedert wurden. In unterschiedlichen Räumlichkeiten wurden diese Bereiche weiter erörtert und die Ergebnisse anschließend von jeder Gruppe kurz vorgestellt. Jeder Teilnehmer hatte anschließend die Möglichkeit, die für ihn wichtigsten Punkte zu kennzeichnen. Daraus ergaben sich für den Ort die folgenden Projektschwerpunkte bzw. erforderlichen Maßnahmen: Die Gestaltung des freien Platzes hinter der „Alten Schule“ und die Änderung der Gehwegführung am nahegelegenen Ehrenmal, die Erstellung einer Dorfzeitung und die Verbesserung des Internetauftritts, die Planung und Durchführung der 850-Jahr-Feier des Ortes im Jahr 2020, die Verbesserung der Verkehrsanbindung in den Raum Paderborn, die Bereitstellung eines neuen Baugebiets und die Schaffung eines regelmäßigen Treffpunktes für Jung und Alt und damit die Verbesserung des gastronomischen Angebots im Ort. In der Sitzung erklärte sich Bernd Sieren spontan dazu bereit, sich um die Erstellung der Erstausgabe der Dorfzeitung zu kümmern, eventuell auch zusätzlich in der 2. Meerhofer Sprache Plattdeutsch. Natürlich wurde auch die Flüchtlingsproblematik ausführlich diskutiert, kommt doch mit dem möglichen Bezug der Turnhalle in naher Zukunft eine gewaltige Aufgabe auf die Meerhofer Bevölkerung zu. Hannah Kath und Heinrich Nolte zeigten sich erfreut über die konstruktiven Ergebnisse und verwiesen nochmals auf die LEADER-Fördermittel, die für die Umsetzung einzelner Projekte hilfreich sein könnten. Hier dürfte die Federführung wieder beim Verein „Klassengeist Meerhof“ als rechtsfähiger Instanz mit seinem Beirat aus Vertretern aller Meerhofer Vereine liegen. Es ergäbe sich daraus die Möglichkeit, Fördergelder zu beantragen und es könnten auch Spenden entgegen genommen werden. Der Ortsbeirat mit seinen bestellten Mitgliedern ist als Bindeglied zur Marsberger Verwaltung zu sehen. Im Hinblick auf das Jubiläumsjahr 2020 ergeben sich damit eine Vielzahl von Betätigungsfeldern, die jedoch auch wiederum eine große Mithilfe aus der Bevölkerung erfordern. Heinrich Nolte war sich aber sicher: „Wenn das bürgerliche Engagement in dieser Weise fortgeführt werden kann, stirbt Meerhof trotz des demografischen Wandels auch nicht aus!“ Hans-Josef Dülme bedankte sich bei Hannah Kath und Heinrich Nolte für die Unterstützung des Workshops und alle Teilnehmer waren sich einig, dass die hier investierte Zeit gut angelegt war.