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Aktuelles aus Marsberg

Telekom verlegt Glasfaserkabel in Teilen von Marsberg

Marsberg (ma). In der heutigen Zeit ist hochmoderne digitale Technik sowohl für die Bürger als auch für Unternehmen unverzichtbar. Musik, Bilder, Filme, Informationen, Kommunikation, alles läuft inzwischen über das Internet oder wird darüber verschickt.

Eine zweite Ärztemeinung, aber auch Übungsaufgaben für Schüler holt man sich dort. Laut der Deutschen Telekom wächst das Datenvolumen in Deutschland jedes Jahr um 33 Prozent. Umso wichtiger sind moderne Netze und damit für jeden ein schneller Anschluss. Bürgermeister Klaus Hülsenbeck ist daher froh, dass die Telekom angekündigt hat, den Vorwahlbereich 02991 im Stadtgebiet von Marsberg in Eigenausbau, also auf eigene Kosten, mit neuester Technik auszubauen. Damit steigt das Tempo im Internet in diesem Bereich erheblich. Mehrere Kilometer Glasfaser werden verlegt sowie fünf Multifunktionsgehäuse aufgestellt oder mit modernster Technik ausgestattet. Dadurch werden mehr als 1.200 Haushalte und über 80 Firmen in den Ortsteilen Beringhausen, Padberg und Giershagen bis Anfang 2017 vectoringfähig. Vectoring macht das VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line)-Netz schneller. Im Vergleich zu einem bisherigen VDSL-Anschluss verdoppelt sich das maximale Tempo beim Herunterladen auf bis zu 100 Mbit/s. Beim Hochladen vervierfacht sich das Tempo sogar, auf bis zu 40 Mbit/s. In diesem Netz kann man gleichzeitig telefonieren, surfen und fernsehen. Die Telekom investiert in diese Maßnahme hier mehrere Millionen. Bundesweit sind es jährlich bis zu vier Milliarden. Am Montag haben Marsbergs Bürgermeister Klaus Hülsenbeck und Reinhard Rohleder von der Deutschen Telekom eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Im ersten Schritt wird auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Multifunktionsgehäuse (MFG), das sind die großen grauen Kästen am Straßenrand, das Kupferkabel durch Glasfaserkabel ersetzt. Glasfaser ist das schnellste Übertragungsmedium. Anschließend werden die Multifunktionsgehäuse (MFG) mit moderner Technik ausgestattet und schließlich über das Ausbaugebiet verteilt. Die Entfernung zwischen Kunde und MFG soll möglichst gering sein, denn je näher sie liegt, desto schneller ist die Verbindung. Die Kupferleitung, die vom MFG zum Kunden führt, wird durch die oben genannte Vectoring-Technik schneller. Der Ortsteil Helminghausen, der ebenfalls mit dieser Vorwahl zu erreichen ist, gehört zu dieser Ausbaustufe nicht dazu. Die Marsberger Ortsteile Helminghausen, Borntosten, Heddinghausen, Leitmar, Obermarsberg, und Udorf sind sogenannte unterversorgte Gebiete, in denen weniger als 6 Mbit/s erreicht werden. Für solche Orte bekommt die Stadt Marsberg Fördermittel für den Breitbandausbau. Der Ausbau dieser Orte ist öffentlich ausgeschrieben, die Frist läuft noch bis 23. Mai. Für den Vorwahlbereich 02992, also unter anderem die Kernstadt, hat die Telekom den Eigenausbau mit Glasfaser bis 2018 angekündigt. Im Gewerbegebiet Unterm Ohmberg, für das schnelle Internetverbindungen besonders wichtig sind, soll der Ausbau Ende 2017/Anfang 2018 erfolgen. „Nur die Kommune, die eine gute Infrastruktur besitzt, kann sich erfolgreich um die Ansiedlung von Neubürgern, Familien und Unternehmen bemühen“, begrüßt Marsbergs Wirtschaftsförderer Rüdiger Nentwig die Maßnahmen der Telekom ausdrücklich.