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Aktuelles aus Marsberg

Die Muskelhypothek zahlt sich aus

Marsberg (bre). „Diese jungen Frauen haben uns gezeigt, was Frauenpower ist“, so Gerlind Ulrich in ihrer Rede.

Sie meinte die BüWi-Mädels, also Sandra Pohlmeier, Sarah Massino, Petra Franz, Helga Hefer und Nicole Zelder. Sie haben, das meint nicht nur Brigitte Hellkötter, „viel Power und Mut bewiesen“, als sie vor etwa zwei Jahren das Projekt Bürgerwiese aus dem Boden stampften. „Ihr seid eine Bereicherung für unsere Stadt. Marsberg ist durch euch ein Stück attraktiver geworden“, lobte Bürgermeister Klaus Hülsenbeck die BüWi-Mädels, aber auch alle Helfer und Sponsoren, die tatkräftig mit ins Rad griffen. Nachdem im Februar 2016 die Planung im Bürgerhaus vorgestellt wurde und bürokratische Hürden überwunden werden konnten, haben sich über 100 Helfer bei vier Mitmachbaustellen, aber auch darüber hinaus, eingebracht. Ab 2017 erfolgte die, wie Hülsenbeck formulierte, „Muskelhypothek“, also der praktische Teil. Bankvorstand und Kinder, Firmlinge, Flüchtlinge und Familien haben sich, so der Bürgermeister, für die Stadt bewährt gemacht. Sie alle haben sich, ihren individuellen Stärken entsprechend, in dem Projekt verewigt. „Hut ab für so viel Einsatz“, zeichnete Hülsenbeck das Engagement aus. Sandra Pohlmeier bedankte sich im Namen der Organisatoren für das große Vertrauen, den Mut und die freie Handhabe seitens der Stadt. Es ist warm. Der Sommer zeigt sich extra zum Fest von seiner besten Seite. Man spürt die Freude, die in der Luft liegt. Die Atmosphäre ist vom Gemeinschaftsgefühl durchzogen. Die hervorragende Organisation tut das Übrige. Am vergangenen Samstag wurde die Marsberger Bürgerwiese, die sich als Generationentreffpunkt mitten in der Stadt etabliert hat und auf der Groß und Klein sich gerne aufhalten, feierlich eröffnet. Zum Fest kamen Jung und Alt an die Oase an der Diemel. Das Durchschneiden des roten Bandes wurde am Anfang der Planung verlost. David Wegener schnitt es für Sabine Wegner durch. Unterstützt wurde er von allen Anwesenden. Ein Gemeinschaftswerk, so, wie die Wiese selbst. Propst Meinolf Kemper segnete den Generationentreffpunkt. Im Anschluss wurde, zusammen mit dem Kindergarten Obermarsberg, den Zumbatänzerinnen und -tänzern rund um Melle Vogt, mit Live-Musik und vielen anderen, weiter gefeiert. „Ich habe selten so ein harmonisches und rund rum tolles Fest in Marsberg erlebt wie das heutige Eröffnungsfest der Bürgerwiese. Alle waren gut drauf, haben sich über das Erreichte gefreut und sind zurecht stolz Teil dieses Projektes zu sein. Arbeiten wir weiterhin jeden Tag daran, dass es so bleibt“, so beschreibt Lauftrainer Manfred Pauly die offizielle Eröffnung und bleibt mit seiner Meinung nicht allein. Auch andere Anwesende sschwärmen, vor Ort oder in den sozialen Medien, in höchsten Tönen von dem Projekt und im Besonderen von den Feierlichkeiten am vergangenen Wochenende. Die Bürgerwiese wird gut angenommen und zwar von ganz unterschiedlichen Menschen aus der Stadt und der Region. Ein Grund ist sicherlich das herausragende Ergebnis, ein anderer, dass sie von Bürgern, Bekannten und Freunden gestaltet wurde. „Diese Wiese trägt euren Namen: Bürger-Wiese“, so Klaus Hülsenbeck, „somit will ich an Sie appellieren, diesen Ort zu hegen und zu pflegen.“ Heute ist die schöne Bürgerwiese kaum mehr aus dem Stadtbild wegzudenken. Regelmäßig trifft man sich dort zum Volleyballspielen, zum Klettern, Reden oder um einfach nur die Seele baumeln zu lassen. Manchmal läuft man auch nur an ihr vorbei, bestaunt das Erreichte und ist stolz auf das, was Marsberger Bürger auf die Beine gestellt haben. Es ist kaum noch vorstellbar, dass es zu Beginn des Projekts auch Zweifler, gar Skeptiker gab. Brauchen wir sowas überhaupt? Wer soll das bezahlen? Das nutzt doch niemand. In einem Jahr kümmert sich keiner mehr und dann sind da auch noch die Vandalen und Randalierer. Mal ehrlich. Viele haben, zumindest mal ganz kurz, so etwas gedacht. Und heute? Heute können wirklich alle stolz sein und glücklich, die, die mitgeholfen haben, allen voran die BÜWI-Mädels, die zusammen mit der Bürgerhilfe über sich hinausgewachsen sind. Vielleicht ist dieses Projekt ein Vorbild für Weiteres.