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Aktuelles aus Marsberg

Ein westfälischer Rheinländer

Marsberg. Mit einer Feierstunde wurde Josef Spiertz, der seit zehn Jahren als Kaufmännischer Direktor den Marsberger Einrichtungen des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) vorstand, in den Ruhestand verabschiedet.

Wie sehr sich Spiertz um den LWL und damit auch um die Menschen in der Region verdient gemacht hat, wurde bei seiner Verabschiedung deutlich. LWL-Direktor Matthias Löb, LWL-Krankenhausdezernent Prof. Dr. Meinolf Noeker und LWL-Maßregelvollzugsdezernent Tilmann Hollweg sagten ihm ebenso Danke und Lebewohl wie die Betriebsleitungen, Personalräte und Beschäftigten der Marsberger LWL-Einrichtungen. Auch Vertreter aus der Politik, darunter Marsbergs Bürgermeister Klaus Hülsenbeck, Betriebsleitungen und langjährige Wegbegleiter waren unter den 150 Gästen. In seiner Laudatio ging LWL-Direktor Matthias Löb auf die Vielseitigkeit der fünf LWL-Einrichtungen im regionalen Netz Marsberg ein. Diese erfolgreich zu führen und weiterzuentwickeln, erfordere ein Multitalent. Spiertz habe das durch seine kommunikativen und kaufmännischen Fähigkeiten bestens umgesetzt. Als Meilensteine nannte er unter anderem die Realisierung eines neuen kinder- und jugendpsychiatrischen Standortes in Paderborn sowie die bauliche Anpassung an Anforderungen einer modernen Psychiatrie unter Berücksichtigung der historischen Verantwortung als älteste Psychiatrie Westfalens. Der LWL-Direktor betonte dabei, dass Spiertz bei all den Herausforderungen als Teamplayer agierte. Ihm war wichtig, vernünftige Leistungen für die Menschen in der Region anbieten zu können. Entscheidende Grundlage dafür waren aus Sicht des Kaufmännischen Direktors die Förderung und Unterstützung der knapp 1.600 Beschäftigten der Kliniken, des Wohnverbundes, des Pflegezentrums sowie des Therapiezentrums für Forensische Psychiatrie. Für ihn waren die Mitarbeiter stets die wichtigste Ressource der Einrichtungen. Um diese zu gewinnen und zu halten, lag ihm viel daran, dass sich der LWL als guter Arbeitgeber präsentierte und „nach außen“ lebte. Dazu gehörte für ihn auch eine gute Zusammenarbeit mit der Stadt Marsberg, die er engagiert förderte. Beigetragen zu seinem erfolgreichen Wirken hat, aus Sicht des LWL-Direktors, auch Spiertz‘ Herkunft. Als Aachener in Marsberg kombinierte er stets rheinische Lebensfreude mit der ruhigen, besonnenen Art des Westfalen. Eine wahrlich gute Mischung, resümierte Löb abschließend, bevor er ihm im Namen des LWLs seinen Dank und die besten Wünsche und Gesundheit für den neuen Lebensabschnitt aussprach. Es folgten Danksagungen von Heinz Augustin für den Arbeitskreis der Kaufmännischen Direktoren im LWL, Georg Bartoldus, im Namen der Marsberger Personalräte, sowie Andrea Engelmann, im Namen der Betriebsleitungen der LWL-Einrichtungen Marsberg. Als besondere Überraschung führten Mitarbeiter und Bewohner des Wohnverbundes eine bunte Revue aus wichtigen Ereignissen der 10-jährigen Dienstzeit auf. Sichtlich gerührt zeigte sich Spiertz bei der abschließenden Danksagung durch die Abteilungsleitungen aus den Bereichen Versorgung, Wirtschaft, Technik, die zusammen mit fast 40 Mitarbeitern Musikstücke für ihn umgeschrieben und aufgeführt haben. So richtete Spiertz dann seine Worte des Dankes zunächst an den LWL-Direktor, die Gremien und Politik, die ihm unterstützt haben, und dann ganz persönlich an die anwesenden Beschäftigten und Bewohner. „Ich finde es schön, dass sich Mitarbeiter und Bewohner gefunden haben, die etwas gestaltet haben – für mich!“, freute sich Spiertz. Er sei dankbar für die Offenheit, mit der man ihm in Marsberg begegnet sei, und werde vieles aus dem Sauerland und den Menschen der LWL-Einrichtungen, unter anderem ihre Freundlichkeit und Herzlichkeit, mit in den neuen Lebensabschnitt nehmen. Zum Schluss verabschiedete er sich dann doch mit einer Portion rheinischen Humors: „Heute ist die letzte Verabschiedungsfeier, an der ich teilnehme – nämlich meine eigene! Danke und Tschüss!“.