Ratsmitglieder unterzeichnen Erklärung für die Demokratie
Marsberg (ma). Die Mitglieder des Rates der Stadt Marsberg haben in ihrer jüngsten Sitzung erneut Stellung gegen die in Deutschland zurzeit immer stärker werdenden antidemokratischen Kräfte bezogen. Bereits im Februar 2024 war der Marsberger Rat der Trierer Erklärung des Deutschen Städtetages mit demselben Anliegen beigetreten. Da rechtsextreme Gruppierungen in Deutschland aber weiterhin unter dem Deckmantel der Demokratie und sozialer Positionen ihre extremistischen, fremdenfeindlichen und rassistischen Parolen verbreiteten, wurde nun erneut ein Zeichen gesetzt. Die Abwehr von Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus gehe jeden von uns etwas an. „Wir, die gewählten Vertreterinnen und Vertreter der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Marsberg treten entschieden für Demokratie, Toleranz und Menschenwürde ein – die Erinnerung an die furchtbaren Verbrechen des Nationalsozialismus, insbesondere an den Holocaust, dem auch Marsberger Bürgerinnen und Bürger zum Opfer fielen, fordert uns dazu auf“, heißt es in der Erklärung. Die Ratsmitglieder wollen sich entschieden und mit friedlichen Mitteln gegen alle Aktivitäten von rechtsextremen Gruppen wehren, weil ihnen die Würde jedes einzelnen Menschen wichtig ist, sie sich für ein friedliches und gleichberechtigtes Zusammenleben aller Menschen und Bevölkerungsgruppen in Marsberg einsetzen, sie soziale Probleme in der Gesellschaft nicht auf Kosten von Minderheiten lösen wollen und sie sich mit den Opfern des Nationalsozialismus verbunden fühlen, so die Erklärung weiter. Schweigen und Wegsehen könne leicht als Akzeptanz missverstanden werden. Die Aufgaben für ein gutes Miteinander einer pluralistischen Gesellschaft sollen demokratisch und aus der Mitte der Gesellschaft heraus bewältigt werden, da die Parolen der antidemokratischen Kräfte keine Antwort auf die anstehenden Aufgaben sein könnten.
Bild zur Meldung: Die Ratsmitglieder mit der unterzeichneten Erklärung. Foto: Mander