Update zum Waldbrand Helminghausen und zur Trinkwasserversorgung in Marsberg
Helminghausen. Am gestrigen Donnerstag wurde die Feuerwehr gegen 14 Uhr zu einem Flächenbrand in Helminghausen im Bereich „Zum Birkenhof“ alarmiert. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit in den vergangenen Wochen breitete sich das Feuer innerhalb kürzester Zeit auf ein angrenzendes Waldgebiet aus. Der Einsatz entwickelte sich damit zu dem größten Feuerwehreinsatz der vergangenen Jahrzehnte im Stadtgebiet Marsberg. Betroffen sind derzeit rund 35 Hektar Fläche, darunter private Wiesenflächen, überwiegend aber städtische Waldflächen. Um die umfangreichen Löscharbeiten sicherzustellen, hatte die Stadt Marsberg am gestrigen Nachmittag die Bevölkerung aufgerufen, mit dem Trinkwasser sparsam umzugehen. Hintergrund war der hohe Wasserbedarf für die Waldbrandbekämpfung. Zwischenzeitlich wird die Löschwasserversorgung durch den Einsatz eines sogenannten „Hytrans Fire Systems“, ein mobiles Hochleistungspumpen- und Wassertransportsystem für Feuerwehren und den Katastrophenschutz zur schnellen Wasserförderung über lange Wegstrecken, sichergestellt. Dieses fördert Oberflächenwasser aus dem Ausgleichsweiher des Diemelsees zur Einsatzstelle und entlastet damit die Trinkwasserversorgung. Der Leiter der Stadtwerke Marsberg, Gerd Frericks, erklärt hierzu: „Der kurzfristige Aufruf zum sparsamen Umgang mit Trinkwasser wegen des Brandeinsatzes wird aufgehoben. Aufgrund der anhaltenden Trockenperiode möchte ich jedoch weiterhin auf die Bedeutung eines grundsätzlich bewussten und sparsamen Umgangs mit der Ressource Trinkwasser hinweisen". Weiter führt Herr Frericks aus: „Auch wenn es gestern im Bereich Helminghausen zu Eintrübungen des Trinkwassers gekommen ist, war die Qualität des Trinkwassers jederzeit hygienisch unbedenklich.“
Die Rauchentwicklung des Waldbrandes war gestern kilometerweit sichtbar. Auch in den kommenden Tagen ist im näheren Umfeld von Helminghausen weiterhin mit Rauchentwicklungen zu rechnen, da die umfangreichen Nachlöscharbeiten noch andauern werden. An den bisherigen Einsatzmaßnahmen waren mehr als 650 Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner in wechselnden Schichten beteiligt. Neben nahezu allen Einheiten der Feuerwehr Marsberg unterstützten zahlreiche Einsatzkräfte aus den Städten und Gemeinden des Hochsauerlandkreises sowie aus den angrenzenden Kreisen Waldeck-Frankenberg, Paderborn und Höxter die Löscharbeiten. Darüber hinaus waren Feuerwehrbereitschaften aus verschiedenen Teilen Nordrhein-Westfalens, unter anderem aus Dortmund und Münster, im Einsatz. Auch das Technische Hilfswerk, die Polizei, einschließlich eines mit Löschwassertank ausgestatteten Hubschraubers, das Deutsche Rote Kreuz sowie weitere Hilfsorganisationen leisteten umfangreiche Unterstützung. Landwirte und Forstunternehmen beteiligten sich mit ihren Maschinen und Geräten ebenfalls an der Brandbekämpfung. Der Leiter des Amtes Bürgerdienste und Ordnung, Michael Martin, weist darauf hin: „Der Waldbrand in Helminghausen hat uns deutlich vor Augen geführt, wie schnell sich bei der Trockenheit ein Brand ausbreiten kann. Mit Nachdruck appelliere ich an die Bevölkerung, draußen offenes Feuer jeder Art zu unterlassen.“ Bürgermeister Koch, der mit Führungskräften von Ordnungsamt, Stadtwerken und Betriebshof, vor Ort war, dankt allen Einsatzkräften und Unterstützenden ausdrücklich für ihren außergewöhnlichen Einsatz sowie die hervorragende interkommunale Zusammenarbeit über Stadt-, Kreis- und Landesgrenzen hinweg.
Bild zur Meldung: Die Hochleistungs-Wasserförderung am Ausgleichsweiher.