Sexuelle Belästigung auf dem Kreisschützenfest

15.​09.​2026

Leitmar. Eine 37-jährige Frau hat bei der Polizei eine sexuelle Belästigung auf dem Kreisschützenfest in Leitmar angezeigt. Die Polizei ermittelt gegen einen 59-jährigen Tatverdächtigen.

Nach bisherigen Erkenntnissen wollte die Frau am Samstag gegen 18.45 Uhr gemeinsam mit Bekannten das Zelt 2 in Richtung L549 verlassen. Dabei soll sich der Tatverdächtige seitlich in die Gruppe gedrängt und der Frau von hinten in den Schritt gefasst haben. Zwei Zeugen beobachteten den Vorfall und sprachen den Mann unmittelbar darauf an. Ihren Angaben zufolge spielte er sein Verhalten herunter und behauptete, die Frau habe die Berührung gewollt.

Die Frau kannte den Tatverdächtigen nicht. Weitere Festbesucher trugen dazu bei, seine Identität festzustellen. Am folgenden Tag wandte sich die 37-Jährige an die mobile Wache der Polizei auf dem Festgelände und erstattete Anzeige.

Die Polizei macht deutlich: Sexuelle Belästigung ist nicht harmlos. Auch beim gemeinsamen Feiern sind die persönlichen Grenzen anderer zu respektieren. Die Verantwortung für einen Übergriff liegt bei der Person, die ihn begeht. Betroffene tragen keine Schuld.

Wer einen solchen Übergriff erlebt, muss sich weder rechtfertigen noch sofort die "richtige" Reaktion zeigen. Auch wer zunächst Zeit benötigt, um das Erlebte zu verarbeiten, kann sich anschließend an die Polizei wenden. Auf Veranstaltungen können Polizei, Sicherheitsdienst oder Veranstalter erste Anlaufstellen sein. In einer akuten Gefahrensituation kann der Notruf 110 gewählt werden.

Wer einen Übergriff beobachtet, sollte hinsehen, Betroffenen Unterstützung anbieten und Hilfe holen, ohne sich selbst zu gefährden. Wichtig ist, sich der Polizei als Zeugin oder Zeuge zur Verfügung zu stellen. Beobachtungen können wesentlich zur Aufklärung beitragen.

 

Bild zur Meldung: Symbolbild Blaulicht