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601 Kilometer für Notleidende

07. 01. 2021

Bad Wünnenberg. 1.600 Euro für Menschen in Not in Syrien – das ist das Ergebnis einer spontanen Spendenaktion von David Loer aus Bad Wünnenberg. Der 24-jährige Student nahm an der Rad-Challenge eines Sportartikelherstellers teil, bei der zwischen Heiligabend und Silvester 500 Kilometer mit dem Rad gefahren werden sollten. „Ich hatte dann spontan die Idee, die Challenge mit einer Spendenaktion zu verknüpfen“, erzählt er. Kurzfristig fragte er Verwandte und Freunde, ob sie ihn pro Kilometer mit einem kleinen Cent-Betrag für einen guten Zweck unterstützen würden. 30 von ihnen erklärten sich bereit und sagten pro Kilometer insgesamt 2,50 Euro an Spenden für notleidende Menschen in Syrien zu. Für den Radsportler David Loer zusätzlicher Anreiz, sich trotz des kalten Wetters aufs Rennrad zu setzen und in den acht Tagen insgesamt 601 Kilometer zu fahren. Mit dem Geld möchte er einen kleinen Beitrag für die Menschen in Syrien leisten. „Seit einem Jahrzehnt herrschen dort Krieg, Verfolgung, Hunger und Krankheit. Die Menschen leiden schrecklich“, erklärt er. Konkret möchte er die Spendengelder, die von seinen Spendern auf genau 1.600 Euro aufgerundet wurden, Schwester Annie Demerjian zur Verfügung stellen, deren Hilfsaktionen in Aleppo und Damaskus seit 2015 vom Diözesan-Caritasverband Paderborn unterstützt werden. Gemeinsam mit ihren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern hilft Schwester Annie zahlreichen bedürftigen Familien sowie alten und kranken Menschen im vom Krieg hart getroffenen Aleppo mit Medikamenten, Gutscheinen für Lebensmittel und Strom sowie Kleidung. Die Kleidung wird direkt vor Ort in einem eigenen kleinen Schneiderbetrieb produziert, der vielen Menschen zusätzlich eine Arbeitsmöglichkeit verschafft. „Corona hat aber natürlich auch die Arbeit von Schwester Annie zusätzlich erheblich beeinträchtigt und Hilfe ist daher umso dringlicher“, sagt Dr. Daniel Friedenburg, Referent für Auslandshilfe beim Diözesan-Caritasverband Paderborn. Vor nunmehr gut einem Jahr hat Schwester Annie darüber hinaus in Damaskus ein „Musik- und Kunst-Zentrum“ für Kinder ins Leben gerufen, um dort einen Beitrag zur Trauma-Bewältigung von kriegsgeschädigten Kindern und ihren Eltern leisten zu können. Während den Kindern mit Hilfe von Musik und Kunst ein wenig Freude geschenkt werden kann, haben die Eltern Gelegenheit, sich über ihre traumatischen Erlebnisse untereinander und mit den Ordensschwestern auszutauschen. „Schwester Annie und ihre Helferinnen und Helfer schenken den Menschen in Syrien Hoffnung“, ist David Loer überzeugt. Weitere Spenden für die Hilfsprojekte von Schwester Annie in Syrien sind willkommen auf das Konto des Caritasverbandes für das Erzbistum Paderborn, IBAN: DE54 4726 0307 0000 00 4300 (BIC: GENODEM1BKC), Stichwort: Hilfe für Syrien.

 

Foto: David Loer

 
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