Großbrand in Meerhof – drei Verletzte
Meerhof. Ein Großbrand im Marsberger Ortsteil Meerhof hat heute am frühen Nachmittag knapp 80 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst gefordert. Im Anbau eines Mehrfamilienhauses brach ein Feuer aus, das auf das Wohngebäude überzugreifen drohte. Dies konnte verhindert werden. Drei Bewohner des Hauses wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht.
Gegen 13.30 Uhr ging der erste Alarm bei den Feuerwehren aus Marsberg, Meerhof, Essentho, Oesdorf, Westheim und Obermarsberg sowie der Rathauswache ein. Unklare Rauchentwicklung aus einem Wohngebäude in Meerhof wurde gemeldet. Schnell war jedoch klar, dass es sich um ein größeres Feuer handelte. Im Anbau eines Mehrfamilienhauses, das als Garage und Abstellraum genutzt wurde, war ein Brand ausgebrochen und drohte auf das Wohngebäude überzugreifen. Für drei anwesende Personen wurde der Rettungsdienst nachgefordert. Sie kamen mit Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus nach Marsberg. Zuvor wurden sie von Einsatzkräften der Feuerwehr erstversorgt. Es rückte auch die Psycho-Soziale Notfallversorgung aus, die sich um die Betroffenen kümmerte. Insgesamt 16 Personen waren in dem Haus gemeldet.
Die Einsatzkräfte nahmen sofort einen massiven Löschangriff vor, um den Brand zu bekämpfen und eine Ausbreitung zu verhindern. Dies erfolgte über den Einsatz mehrerer Strahlrohre im Innen- und Außenangriff und über die Drehleiter. Parallel wurden weitere Einheiten nachalarmiert, um die umfangreichen und aufwändigen Löscharbeiten zu unterstützen, da ein hoher Bedarf an Löschwasser und Atemschutzträgern bestand. Daher rückten auch die Führungsunterstützung, die Fachgruppe Drohne sowie die Löschgruppen aus Leitmar, Erlinghausen, Giershagen und Heddinghausen aus. Auch aus Fürstenberg rückten ein EKLW und die Drohnengruppe an. Auch Wasserwerk und Energieversorger waren erforderlich, das ZFR Enste rückte mit einem Sonderfahrzeug für Atemschutz an. Das Deutsche Rote Kreuz aus Brilon stellte für die Feuerwehr zum Eigenschutz einen Krankentransportwagen bereit. Der Rettungsdienst rückte aus Büren, Borchen und Marsberg an.
Drei Einsatzabschnitte wurden gebildet, in denen die Einsatzkräfte nach Bedarf eingeteilt wurden und in denen die erforderlichen Maßnahmen abgearbeitet wurden. Der Brand wurde sowohl im Außen als auch im Innenangriff bekämpft. Neben der Brandbekämpfung war auch die Kontrolle des angrenzenden Wohngebäudes erforderlich: Hier stellte sich eine starke Verrauchung heraus. Es wurde belüftet, ist aber trotzdem bis auf weiteres nicht bewohnbar. Das Ordnungsamt kümmert sich in solchen Fällen um die Unterbringung aller betroffenen Bewohner.
Nach einer knappen Stunde war das Feuer unter Kontrolle, es schlossen sich umfangreiche Nachlösch- und Kontrollarbeiten an. Die eingesetzten Atemschutzträger absolvierten nach ihrem Einsatz die erforderliche Einsatzstellenhygiene. Nachrückende Einheiten fuhren zunächst den Bereitstellungsraum an, von wo sie im Bedarfsfall an die Einsatzstelle geholt wurden.
Insgesamt waren 72 Einsatzkräfte der Feuerwehr im Einsatz, der Einsatz dauerte bis in den frühen Abend. 18 Einsatzkräfte waren unter Atemschutz im Einsatz, die Einsatzleitung lag beim Leiter der Feuerwehr Cyrill Stute. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen.
Bild zur Meldung: Großbrand in Meerhof.







